Alles Fließt ist ein langfristiges dokumentarisches Fotoprojekt über die Umweltkatastrophe an der Oder, bei der es zu einem Massensterben in einem der letzten frei fließenden Flüsse Europas kam.
Wissenschaftler*innen identifizierten als Ursache eine toxische Algenblüte von ,Prymnesium parvum’, auch Goldalge genannt, die durch hohe Salzgehalte aus industriellen Abwassereinleitungen und hohe Temperaturen während der Dürre in Europa 2022 begünstigt wurde.
Die Vernissage findet am 6. März 2025 statt mit Special Guest Sai Hariharan, Wissenschaftler am IGB Berlin, der über seine Forschung im ODER SO-Projekt berichten wird.
07.03.–10.03.2025
Fr 11–21.30 Uhr
Sa 11–21.30 Uhr
So 11–21.30 Uhr
Mo 11–21.30 Uhr
Im August 2022 kam es in der Oder zu einer schweren Umweltkatastrophe: Mehr als 1000 Tonnen toter Fische wurden an der deutsch-polnischen Grenze angespült. Dieses Massensterben wurde durch eine giftige Algenblüte von Prymnesium parvum (Goldalgen) verursacht, die durch Industrieabwässer, stehendes Wasser und hohe Temperaturen begünstigt wurde. Die koordinierten Bemühungen zum Schutz des Flusses vor Verschmutzung durch Industrie und Landwirtschaft sind nach wie vor unzureichend. Mitte 2024 wurden erneut tote Fische in der Oder gefunden, wiederum aufgrund von giftigen Algen.
Alles Fließt ist ein langfristiges Projekt, das die Folgen dieser Katastrophe und die ökologischen Veränderungen in der Grenzregion der Oder dokumentiert. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen aus Deutschland und Polen beleuchtet das Projekt auch die Stimmen und Perspektiven von Anwohner*innen, um die menschliche und soziale Dimension der Katastrophe zu erfassen. Das Dokumentarprojekt wirft gleichzeitig Fragen nach der Zukunft der Oder als eines der letzten frei fließenden Flusssysteme Europas auf.