Time Is A Healer - Jonny Star
Time Is a Healer
Solo show von Jonny Star
Vernissage am Donnerstag, den 3.04.2025, von 17h bis 21h
Ausstellung vom 4.04. bis 6.04.2025
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 15h bis 19h
Die Einzelausstellung „Time Is a Healer“ präsentiert eine Werkreihe der Berliner Künstlerin Jonny
Star, die während des Corona-Lockdowns mit Genauigkeit und großer Liebe zum Detail gefertigt
wurde. Die Werkreihe/Serie Space umfasst besonders ausdrucksstarke und hochwertige Arbeiten
der Künstlerin und lässt uns in eine neue Bildsprache eintauchen, die sowohl Malerei, Fotografie,
digitale Montage und Textilkunst vereint. Sinnlich, ästhetisch und ausdrucksstark, laden die
Arbeiten die Betrachter*innen in einen traumhaften Raum ein, in dem sich die Lebewesen Mensch,
als weiblicher Körper, und Tier, als japanischer Zierkarpfen Koi, begegnen und zu tanzen,
schwimmen, schweben scheinen. In der Serie von sechs Wandbehängen vereinen sich Mensch
und Tier und umgeben sich, sinnlich, zärtlich, in verschiedenen Bewegungen und Positionen
zueinander, dynamisch oder ruhig oder scheinen gar zu verschmelzen. In nicht naturgetreuen
Größenproportionen zueinander, aber mit farblich schimmernder angepasster Textur der Haut und
Schuppen, begegnen sich hier Wesen aus den Elementen Luft und Wasser in einem neuen
Element: in einem weißen offenen Raum, der nur durch den Bildrand begrenzt zu sein scheint.
Weiß, surreal, traumhaft, unendlich wie das Nichts, der Space. Ein Space ohne Boden, ohne
Grenzen, aber gewiss tief, der die Orientierung schwinden lässt, ein nicht bekannter Raum, nicht
von dieser Welt, ein himmlischer, göttlicher Raum voller Licht? Oder der Raum im Geiste, des
Träumens, des Imaginären, des Unterbewussten, und eventuell ein Ort für Transzendenz,
Versöhnung, Heilung und Frieden?
Die Ausstellung Time Is a Healer präsentiert zum ersten Mal diese Serie Space mit bedruckten
und mit Swarovskiperlen reich bestickten, genähten Wandbehängen, sowie Papierarbeiten,
Fotomontagen und Drucke. Begleitet wird die Ausstellung von Texten von vier Kuratorinnen –
vier verschiedene Interpretationen der Serie Space, die nach Fertigstellung 2020/2021 entstanden
sind. Daniela von Damaros, Katia Hermann, Sylvia Sadzinski und Madeleine Schwinge eröffnen
uns somit verschiedene Blickwinkel auf die ausdrucksstarke Serie von Jonny Star und entführen
uns in den Bildkosmos von Time Is a Healer.
Kuratiert von Katia Hermann
Über die Künstlerin
Die bildende Künstlerin Jonny Star (geb. 1964 in Düsseldorf) lebt und arbeitet seit den 80er Jahren
in Berlin. Star's Arbeit mischt eine Vielzahl von Materialien und Medien wie Bronze, Stoff,
Fotografie, Collage, Stickerei, Malerei und Elemente der Installationskunst. Somit ist sie in
mehreren Disziplinen zuhause und arbeitet in einem Wechselspiel mit analogen und digitalen
Techniken. Bestimmte Muster oder Referenzen wiederholten sich in ihren Arbeiten der letzten
Jahrzehnte und bilden somit ein verbindendes Netz in ihrem Werk. Ihre Ensembles erforschen
biografische Erfahrungen, Sexualität, Geschlechterrollen und Identität, sowie deren Wahrnehmung
durch die Gesellschaft. In den letzten Jahren beschäftigte sich Jonny Star intensiv mit
Schnittstellen zwischen Kunst und Schamanismus, mit Heilungsprozessen durch die Ressource
des künstlerischen Ausdrucks und Gemeinschaftsbildung durch künstlerische Interventionen.
Neben ihrer künstlerischen Praxis sieht Jonny Star ihre kuratorische Praxis als eine Erweiterung
ihrer künstlerischen Arbeit und im Sinne einer sozialen Skulptur. Jonny Stars Arbeiten werden seit
1996 international gezeigt. Im Jahr 2016 erschien die erste Monografie der Künstlerin mit dem Titel
„See Me, Feel Me, Touch Me, Heal Me“ im Verlag Distanz Berlin. Jonny Star's Arbeiten sind in
verschiedenen Sammlungen vertreten. Zudem ist sie Mitglied des Berufsverband Bildender
Künstler*innen Berlin (BBK), der VG Bild-Kunst Bonn und von Saloon Berlin - Netzwerk für Frauen
in der Berliner Kunstszene. Seit 2022 arbeitet Jonny Star auch als psychologische und
schamanische Beraterin in ihrem neuen Ort STAR LAND in Berlin-Kreuzberg.